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Bergstraßen Gymnasium
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„Zombiealarm“ - Lesung von Jochen Till am Bergstraßen-Gymnasium



Jochen Till präsentiert das 12. Band seiner Reihe „Luzifer Junior“ und steht den Schüler*innen Rede und Antwort.

Im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetages hatte das Bergstraßen-Gymnasium in Hemsbach Besuch von dem Jugendbuch-Autor Jochen Till. Ceres Striesow, die Leiterin der Schulbücherei, nutzte den Bundesweiten Vorlesetag als Gelegenheit, den Autor an die Schule einzuladen. Alle Bände aus den vorgestellten Reihen sind auch in der Schulbücherei vorhanden. Der Bundesweite Vorlesetag findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und soll sowohl Kinder als auch Erwachsene für die Bedeutung des Vorlesens begeistern.

Die Lesung am Bergstraßen-Gymnasium wurde bezuschusst vom Förderverein der Schule und dem Friedrich-Bödecker-Kreis Baden-Württemberg, welcher sich für Lese- und Schreibförderung einsetzt.

Jochen Till, Autor der beliebten Jugendbücher „Luzifer Junior“ und „Cornibus“, las aus seinen Büchern vor und erzählte den Schüler*innen der 5. und 6. Klassen von dem Beruf und dem Alltag eines Schriftstellers und seiner Arbeit. Einige Schüler*innen brachten seine Bücher mit, um sich nach der Lesung ein Autogramm zu sichern. Doch auch Schüler*innen, welche die Bücher noch nicht kannten, zeigten großes Interesse und löcherten den Autor mit Fragen. Die meisten von ihnen hatten noch nie einen Autor persönlich getroffen und waren sehr aufgeregt.
Auf die Frage nach seiner Frisur, die „aussieht wie ein Horn“, antwortete der Autor mit viel Humor, dass er kein Einhorn sei, seine Frisur (er ist großer Comic-Liebhaber) jedoch an dem Comic Tim und Struppi orientiert ist. „Eigentlich wollte ich Rockstar werden“ gestand er, doch 1995 veröffentlichte er sein erstes Buch mit dem Titel „Der junge Sonnenschein“. Was als Idee eines Verliebten begann, um seiner damaligen Freundin einen Wunsch zu erfüllen, entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte. Gerade ist der 12. Band der Luzifer Reihe „Zombiealarm“ erschienen.
Luzifer junior, der Protagonist der Bücher, ist der Sohn des Teufels, Luzifer Senior, dem Leiter der Hölle. Luzifer junior, kurz Luzi, erlebt viele Abenteuer, bei denen er von seinem Hausdämon Cornibus begleitet wird. Cornibus kann sprechen und sich in jedes beliebige Tier verwandeln, was erstmal praktisch klingt, aber „habt ihr euch schon einmal mit einem Elefanten das Bad teilen müssen?!“. Luzifer Senior behauptet „es gibt keinen Spaß“ und wirkt wie ein strenger Vater, der Teufel in Person eben. Doch auch er hat Angst vor seinem CEO, dem „chronischen einzigartigen Oberchef“, und verwechselt bei seinem „Schreifon“ die Kameraeinstellungen, so dass er ein Selfie von sich macht, anstatt seinen Sohn zu fotografieren. Bei allen Unsicherheiten von Luzifer Senior wird trotzdem hart durchgegriffen, z.B. wird der Sohn in einen Fußball verwandelt und ein Mitarbeiter der Firma bekommt als Strafe die Aufgabe, alle Schneeflocken über der Arktis zu zählen.

Die Schüler*innen waren von der lebendigen Art des Autors, der mit viel Energie und mit verschiedenen Stimmen Einblicke in seine Werke gab, begeistert.

Hangqi aus der Klasse 5c fand „die Lesung war richtig gut, das Buch war richtig interessant. (…) Dass man Fragen stellen konnte war auch richtig toll. Man konnte viel über Jochen Till erfahren“. Sein Mitschüler Jonas teilte seine Ansicht: „Er hat alles gut erklärt, weil ich nämlich das Buch nicht kenne und jetzt weiß ich, worum es geht“. Auch Stella war begeistert und hob hervor, dass der Autor „richtig gut betont vorgelesen hat“ und es ihr viel Spaß gemacht hat, ihm zuzuhören. Sie möchte das Buch nun auch lesen. Sophia fand es toll, dass der Autor in seine Lesung bzw. die Fragerunden viele „Funfacts“ eingebaute und Levin gefiel es, dass Jochen Till beim Vorlesen „seine Stimme interessant verändert“ hat.

Neben dem Einblick in die Bücher erfuhren die Schüler*innen auch viel über den Alltag von Schriftstellern. „Kann man davon leben?“ war eine der Fragen, die viele Schüler*innen brennend interessierte. Tatsächlich können „nur ca. zwei Prozent der Autoren vom Verkauf ihrer Bücher leben. Von einem Buch, das im Buchladen etwa 10 Euro kostet, kommen beim Autor des Buches ca. 45 Cent an.“ Die Schüler*innen waren nach der Antwort des Autors entsetzt darüber, wie viel Prozent des Betrages bei den Buchhändlern, den Verlägen und anderen, die an der Herstellung beteiligt sind, bleibt.

Trotz dieser ernüchternden Zahl schreibt Jochen Till voller Begeisterung weiter Jugendbücher – ungefähr zwei Monate benötigt er zum Schreiben eines Buches. Außerdem hält er das Jahr über ca. 150 Lesungen. „Dann kann man als Autor auch davon leben“ – die Schüler*innen des Bergstraßen-Gymnasiums freut`s.

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