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Bergstraßen Gymnasium
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Erinnern ist mehr als »nicht vergessen«



Am 22. Oktober 1940 wurden die Mitbürgerinnen und Mitbüger jüdischen Glaubens aus Baden und der Saarpfalz - darunter auch die letzten Hemsbacher Jüdinnen und Juden - in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert.

Anlässlich dieses Gedenktages zeigte das Bergstraßen- Gymnasium vom 10.-28.10. im Foyer die Ausstellung »Man wird wohl noch sagen dürfen« des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg in Ulm. In und mit dieser Ausstellung lernten unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Geschichts- oder Gemeinschaftskundeunterrichts die Ursprünge verschiedener Begriffe und Redensarten, die durch ihre nationalsozialistische Vergangenheit geprägt sind, kennen. Die Schüler*innen führten lebhafte Diskussionen, wie mit solchen Begriffen umgegangen werden kann und sollte und welche Rolle demokratiefeindliche Sprache in der gegenwärtigen Welt mit ihren vielen Krisen spielt.

Einen ganz speziellen Einblick in diese Thematik erhielten die Schüler*innen der Kurstufe von Burak Yilmaz, der am 17.10. einen Vortrag an der Schule hielt und mit den Schüler*innen in den Dialog trat über ihre Erfahrungen und mögliche Handlungsweisen im Kontext von Antisemitismus und Rassismus.
Auch für die interessierte Schulöffentlichkeit wurde die Ausstellung an diesem Abend geöffnet und ein weiterer Vortrag von Burak Yilmaz angeboten. Beide Vorträge wurden in Kooperation mit dem Förderverein Bergstraßen-Gymnasium, dem Verein ehemalige Synagoge Hemsbach und der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg veranstaltet.

Am 22.10. selbst gestalteten Schüler*innen aus der Klasse 9 und der Kursstufe die Gedenkfeier anlässlich des Jahrestages der Deportation in der ehemaligen Synagoge Hemsbach. Mit dem Blick auf das frühere Lager Gurs, das fast rückstandslos verschwunden ist, reflektierten die Jugendlichen die prekäre Lage von Erinnerungen. Sie ermahnten und ermutigten die Gäste in der Synagoge, sich mit Überlebenden zu unterhalten und auf ihre Zeugnisse zurückzugreifen und im Gespräch und dem Austausch mit Anderen die Erinnerung wach zu halten und ein demokratisches und solidarisches Miteinander zu gestalten.

Auch die WNOZ (Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung) berichtet am 24.10.2022 in dem Artikel „Zivilisationsbruch kennt keinen Schluss“ über die Gedenkfeier in der ehemaligen Synagoge. In dem Artikel wird der geschichtliche Hintergrund erläutert und beschrieben, welche Eindrücke die Beschäftigung mit dem früheren Lager Grus, inklusive einer Besichtigung des Geländes im Mai diesen Jahres, bei den Schüler*innen des Bergstraßen-Gymnasiums hinterlassen hat.

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